Das war Taizé 2017

Das war Taizé 2017

Montag 5. Juni 2017 kurz vor halb 8. Der Bus setzt sich langsam in Bewegung. Darin 17 junge Menschen, die mit ihren Gedanken längst schon abgefahren sind. Manche legen die rund 700 Km lange Strecke nicht zum ersten Mal zurück, andere sind gespannt was sie erwartet. Wir fahren nach Taizé!
11 Stunden später. Ankunft. Nach dem „welcome“ und dem Beziehen der Zimmer gibt es ersteinmal Essen. Zwar ist dies selten besonders üppig, jedoch in jedem Fall ausreichend! Danach der erste Gottesdienst. „Gänsehautmoment“ so die Beschreibung fast aller, als plötzlich gut 2000 Menschen auf einmal voller Überzeugung das singen beginnen.
Es war der erste von 17 Gottesdiensten in dieser Woche. Eine stolze Zahl, besonders für die teils noch sehr jungen mitgereisten Oberasbacher, für die die Woche viel zu schnell wieder vorbei war. Was die bis zu 6800 Gläubigen um Ostern dazu bewegt aus aller Welt, ausgerechnet in ein nicht einmal 200 Mann starkes Dorf mitten in Frankreich zu reisen, ist eine gute Frage. Vielleicht ist es die Gemeinschaft, die fasziniert und die Chance mit allen Altersgruppen aus aller Welt über den Glauben reden zu können. Vielleicht ist es auch das Gefühl von Zusammenhalt, da ohne viele Hundert Freiwillige jeden Tag der Ort nie so erhalten werden könnte. Oder es ist die Idee dessen, alles abzugeben, was man nicht braucht. Es ist immer alles für jeden ausreichend da. Jedoch auch nie mehr. Niemand beschwert sich, dass es in den schlichten Baracken keine Steckdosen gibt, da sie niemand regelmäßig braucht.

Wahrscheinlich ist es alles davon, was Taizé zu einem besonderen Ort hat werden lassen. Und wenn Sie einen von uns 17 fragen, was wir nächstes Jahr um Pfingsten vorhaben, dann wird niemand lange überlegen: „Klar fahr ich wieder her!“

Moritz Nieberle

2017-07-06T17:58:29+00:00

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